Ein Schließplan klärt die genaue Funktionsweise einer Schließanlage und ordnet denSchließzylindern die Schlüssel zu, die diese schließen. Als Beispiel dient hier die GHS-Schließanlage eines kleinen Handwerkbetriebes:

Tür Schließung Bauform Länge GHS HGS1 GS1/1 HGS2 GS2/1 GS2/2 Z1
Haupttor 1 DZ 40x30 X X X X X X Z
Nebentor 1 DZ 30x30 X X X X X X Z
Eingang Bürotrakt 2 DZ 35x30 X X X X . . I
Büroraum 3 DZ 30x30 X X X X . . I
Nebenraum Büros 4 DZ 30x30 X X X X . . I
Chefbüro 5 DZ 30x30 X X . . . . I
Aufenthaltsraum zum Bürotrakt 6 DZ 30x30 X X X X . . I
Aufenthaltsraum zur Werkhalle 7 DZ 30x30 X X . X X X I
Haupttor Werkhalle 8 DZ 60x30 X X . X X X I
Nebeneingang Werkhalle 8 DZ 40x30 X X . X X X I
Materiallager 1 9 DZ 30x30 X . . X X X I
Materiallager 2 10 Vorhängeschloß X . . X X . I
Garage 1 11 HZ 30x10 X . . X . X I
Garage 2 12 HZ 30x10 X X . X X X I

In diesem Beispiel gibt es drei verschiedene Bauformen für die Schlösser (siehe Spalte Bauform): Doppelzylinder (DZ), Halbzylinder (HZ) und ein Vorhängeschloß.

Der Inhaber hat den Generalhauptschlüssel (GHS), mit dem er alle Zylinder des Betriebs schließen kann. Seiner engen Büro-Mitarbeiterin gibt er den HGS1, mit dem sie sowohl in das Büro des Chefs als auch in die Werkshalle kommt, um z. B. noch Auftragszettel an die Gesellen zu hinterlegen. Gelegentlich benötigt sie auch ein Fahrzeug, deshalb schließt ihr Schlüssel auch Garage 2. Seiner Buchhalterin gibt er den GS1/1, diese kann im Bürotrakt die Türen öffnen, jedoch nicht das Büro des Chefs.

Seinem angestellten Meister überreicht der Chef HGS2, mit diesem kann dieser alle Türen des Werkhalle, der Materiallage und die Garagen öffnen, und kann auch das Bürogebäude betreten, aber nicht das Büro seines Chefs. Seinem Gesellen, der üblicherweise die Aufträge in der Werkshalle ausführt, überreicht er GS2/1, dieser kann auch beide Materiallager öffnen, jedoch nur eine der Garagen, falls er ein Fahrzeug benötigt. Dem anderen Gesellen händigt er GS2/2 aus, dieser montiert die Werkstücke bei den Kunden, braucht also auf jeden Fall ein Fahrzeug. Steht das Fahrzeug aus Garage 1 z. B. wegen einer Reparatur nicht zur Verfügung, hat er auch Zugriff auf das Fahrzeug in Garage 2. Dafür hat er keinen Zugang zu Materiallager 2, in dem nur die Rohstoffe lagern, die so nicht an die Kunden gehen dürfen.

Alle übergeordneten Schlüssel (also GHS, HGS1, GS1/1, HGS2, GS2/1, GS2/2) dürfen das Haupttor und das Nebentor im Zaun schließen - für beide Zylinder passt auch der Einzelschlüssel Nr. 1. Einen Schlüssel, der nur eines der beiden Tore schließt gibt es nicht. Ebenso schließt Einzelschlüssel Nr. 8 Haupttor und Nebentor der Werkhalle. In diesen Fällen spricht man von einer Gleichschließung. Die Schließung 1 ist zusätzlich als Zentralzylinder ausgelegt, in den alle Schlüssel aller anderen Schließungen einschließen (gekennzeichnet durch das Z und die entsprechenden Is in der gleichen Spalte.

Je nach Hersteller der Schließanlage und Kundenwunsch erfolgt die Prägung der Schlüssel. Manche Hersteller (z. B. IKON) prägen nur eine laufende Nummer auf, wobei z. B. der Generalhauptschlüssel (GHS) die niedrigste Nummer hat, da er als erster geplant wird. Dies macht es einem Finder eines Schlüssels schwerer, die Bedeutung seines Fundes zu erkennen. Andere verwenden auch die A/B-Notation, d. h. der GHS wird meist mit „A1“ und die Gruppenschlüssel als „A2“ usw. gekennzeichnet, die Einzelschlüssel tragen nur Ziffern oder „B1“ usw. Viele Hersteller prägen die Funktion eines Schlüssels sogar auf die Schließanlage, also „GS 7“ für einen Gruppenschlüssel Nr. 7. Einzelschlüssel tragen meist nur eine laufende Nummer, je nach Hersteller erfolgt auch eine Gliederung nach Hauptgruppe und Gruppe. Also könnte der Schlüssel 8 aus dem Beispiel oben auch als 2-1 bezeichnet werden usw. Dies macht es dem Verwalter und berechtigten Kenner der Schließanlage einfacher, die Funktion des Schlüssels zuzuordnen. BeiZ-Anlagen ist es üblich, die Schlüssel, die nur die Zentralschlösser (also z. B. die Haustüre) schließen, mit „Z“ zu bestanzen.

(Text Wikipedia)

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