Freilaufzylinder

Freilaufzylinder

Freilaufzylinder

Beim Freilaufzylinder lässt sich die Schließnase frei drehen. Erst wenn der Schlüssel steckt, kuppelt die Schließnase ein. Diese Spezialform findet Verwendung in motorgetriebenen Schlössern (Türverriegelungen), bei denen ein Standardzylinder die Schließung blockieren würde. Mehrpunktverrieglungen mit Panik-Funktion erfordern häufig diese Zylinder mit 360° Freilauf, da sich bei der Drückerbetätigung das Zahnrad, welches die Schließnase umfasst, frei drehen lassen muss.

Hier finden Sie unsere speziellen Freilaufzylinder, die Sie selbstverständlich mit "normalen" Zylinder der selben Serie zu einer Gleichschließung (alle Schlüssel schließen alle Zylinder) zusammen fügen können.

KESO 4000 Freilaufzylinder Chr-Ni Steg mit Ziehschutz

KESO 4000 Freilaufzylinder Chr-Ni Steg mit Ziehschutz

ab 199,00 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
1 bis 5 (von insgesamt 5)

Freilaufzylinder: Schlüssel darf innen stecken bleiben – ohne Außensperre

Ein Freilaufzylinder – oft auch Panikzylinder oder Zylinder mit Freilauffunktion genannt – löst ein Problem, das jeder kennt: Bei einem normalen Doppel­zylinder blockiert ein innen steckender Schlüssel das Aufsperren von außen. Im Alltag lästig, im Notfall lebensgefährlich. Der Freilauf­zylinder kuppelt die beiden Seiten mechanisch aus: Wer außen aufsperren will, kann das jederzeit – egal ob innen ein Schlüssel steckt oder nicht. Damit ist der Freilaufzylinder Pflicht an allen Panik-Fluchttüren, in Schulen, Kindergärten, Pflege­einrichtungen und überall dort, wo im Notfall Sekunden zählen.

Freilaufzylinder oder N+G-Zylinder – was ist der Unterschied?

Das wird häufig verwechselt:

  • Zylinder mit Not- & Gefahrenfunktion (N+G): Der Innenschlüssel wird ausgeworfen, sobald außen mit einem anderen Schlüssel gesteckt und gedreht wird. Der Schlüssel ist dann unbrauchbar und fällt heraus. OK für Wohnungs­türen, aber nicht für Flucht­wege mit Panik­funktion geeignet.
  • Freilaufzylinder: Beide Seiten arbeiten unabhängig voneinander. Der Innen­schlüssel bleibt drin und funktions­fähig, der Außen­schlüssel kann trotzdem uneingeschränkt aufsperren. Die einzige korrekte Lösung für Panik­fluchttüren nach DIN EN 179 / 1125.

Freilaufzylinder aus unserem Sortiment

DOM IX HT mit Freilauf

DOM-Klassiker mit Freilauffunktion. Kompatibel mit bestehenden DOM IX HT-Schließanlagen. VdS-BZ+ zertifiziert.

DOM TwinStar Freilauf

Mit Reversier-Schlüssel, ideal für Objekte mit vielen Nutzern. Werkprofilschutz, Zieh- und Aufbohrschutz.

BKS Janus 46 Freilauf

Chrom-Nickel-Stahl-Ausführung, korrosions­beständig. Für Außenbereich und feuchte Umgebungen (Kellertüren, Außenzugänge).

BKS Livius Freilauf

BKS-Premium mit Freilauf. Höchste Profil­sicherheit, ideal für Wohn- und Bürogebäude.

KESO 4000 Freilauf Chr-Ni

KESO-Qualität mit Stahl-Außenring und Ziehschutz. Chrom-Nickel für aggressive Umgebungen.

Wo müssen Freilaufzylinder eingebaut werden?

In Deutschland verlangt die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.3 an Fluchtwegen Tür­sicherungen, die ohne Werkzeug und ohne Spezial­kenntnisse von innen zu öffnen sind. In Verbindung mit einer Panik­funktion (Panikstange nach DIN EN 1125 oder Panikgriff nach DIN EN 179) ist ein Freilauf­zylinder daher Pflicht an:

  • Fluchttüren in gewerblich genutzten Gebäuden
  • Notausgängen in Versammlungsstätten (Schulen, Kinos, Sporthallen)
  • Brandschutz- und Rauchschutztüren mit Paniksfunktion
  • Pflegeheimen und Einrichtungen der Kinderbetreuung

In Privathaushalten ist ein Freilauf­zylinder nicht vorgeschrieben, wir empfehlen ihn aber grundsätzlich für den Hauseingang – das Problem „Schlüssel steckt innen, niemand kommt rein" gehört damit der Vergangenheit an.

Häufige Fragen zum Freilaufzylinder

Was ist der Unterschied zwischen Freilaufzylinder und Panikzylinder?

Im Handel werden beide Begriffe synonym verwendet. Technisch meint beides das Gleiche: Ein Doppelzylinder, dessen beide Seiten unabhängig voneinander arbeiten. Der Begriff „Panikzylinder" wird häufiger in Kombination mit Panikbeschlägen nach DIN EN 179 / 1125 verwendet; „Freilaufzylinder" ist die hersteller-neutrale Bezeichnung.

Kann ich einen normalen Zylinder durch einen Freilaufzylinder ersetzen?

Ja. Freilaufzylinder sind Euro-Profil-Doppelzylinder und ersetzen 1:1 jeden Standard-Doppelzylinder gleicher Länge. Achten Sie auf die richtige Außen/Innen-Maßangabe (z. B. 30/30 mm ab Stulpschraube). Bei Panik-Fluchttüren muss die Tür-Drückergarnitur zum Freilaufzylinder passen – nach DIN EN 1303, Kategorie 3 oder 4.

Kann ich einen Freilaufzylinder in eine Schließanlage integrieren?

Ja, alle hier angebotenen Freilaufzylinder (DOM IX HT, TwinStar, BKS Janus 46, Livius, KESO 4000) sind in die jeweiligen Schließanlagen der Hersteller einbinbar. Das heißt: Eine Haustür mit Freilaufzylinder lässt sich mit demselben Schlüssel bedienen wie alle anderen Türen der Anlage. Wir projektieren Ihre Schließanlage inkl. Freilaufzylinder gerne individuell.

Ist ein Freilaufzylinder weniger einbruchsicher?

Nein. Moderne Freilaufzylinder erreichen die gleichen Sicherheitsstufen wie Standardzylinder – bis VdS-BZ+ und SKG★★★. Der Freilauf-Mechanismus befindet sich im Inneren des Zylinders und wirkt sich nicht auf Aufbohrschutz, Ziehschutz oder Picking-Resistenz aus. Wichtig ist nur, dass der Zylinder außen nicht über den Beschlag hinausragt (max. 3 mm).

Beratung zu Freilauf- und Panikzylindern:
Telefon 07031 / 2094928 · E-Mail info@schloss-profi.com
Ob Einzelzylinder oder Panik-Fluchtweg-Projekt: Wir beraten Sie zu Zylinder-Typ, Länge, Normen (DIN EN 179 / 1125) und der passenden Schließanlage.

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